Pressestimmen

15.02.2013

Für Sarah Nemtsov ist die Reibung von Erinnertem und Vergessenem eine zutiefst existenzielle, persönliche Erfahrung. Nicht selten reflektiert die 1980 geborene deutsche Komponistin ihr jüdisches Erbe, was auch dezidiert historische Dimensionen hat. … Es ist der Klang selber, der Erinnerungsraum schafft – auch mit fremdem Material wie der ersten Klarinettensonate von Johannes Brahms und Geräuschen von Schreibmaschinen, Gläsern oder Radios.

frm, Neue Zürcher Zeitung, 2013
CD Rezension: A LONG WAY AWAY. Passagen / HOQUETI, WER 65852

01.12.2012

Hell und Klar

Was für eine schöne Idee: Musik als Klang gewordene Erinnerung … Sarah Nemtsov hat sich von literarischen Texten, vor allem aber auch von orten anregen lassen. So entstand A Long Way Away, ein siebenteiliger Zyklus als kammermusikalische Einkreisung. Immer ist es eine leichte, lichthelle Musik, die uns aus den Instrumenten des wunderbaren Ensemble Adapter entgegenwächst.

Tilman Urbach, Fonoforum, Dezember 2012
CD Rezension: A LONG WAY AWAY. Passagen / HOQUETI, WER 65852

01.11.2012

Meisterschülerin, Stipen­diatin, Preisträgerin – der übliche Weg einer begabten Komponistin, die in ihr Werk nicht das Übliche, sondern das Abseitige aufnimmt, nicht den Hauptweg, sondern die Schleichpfade beschreitet, nicht (nur) die Oberfläche, sondern die tieferen Ton-Schichten offen legt. Sarah Nemtsov stellt ihr Werk in den Dienst der Erinnerungskultur, die jedoch nicht von gesellschaftlich-politischer Schuld geprägt ist, vielmehr einen Ansatz im Persön­lichen, in der Auseinandersetzung mit dem «Ich und …» sucht.

Klaus Hübner, Neue Zeitschift für Musik, November 2012
CD Rezension: A LONG WAY AWAY. Passagen / HOQUETI, WER 65852