Biographie

Die Musik von Morten Lauridsen nimmt einen bedeutenden Platz im Standard Chor-Repertoire des 21. Jahrhunderts ein. Die großen Zyklen für Chor, seine Lieder, Instrumentalwerke und geistlichen a cappella Motetten werden weltweit aufgeführt und sind bisher auf über 150 CDs veröffentlicht worden. Seine zunehmende internationale Popularität trägt dazu bei, dass Morten Lauridsen heute als einer der meist aufgeführten Chor-Komponisten der Gegenwart anzusehen ist.

Geboren am 27. Februar 1943 in Colfax, Washington und aufgewachsen in Portland, Oregon, arbeitete Lauridsen zunächst als Wach- und Rettungsmann in der Waldbrandbekämpfung am Mount St. Helens, bevor er nach Los Angeles ging um Komposition zu studieren. An der Thornton School of Music der University of Southern California wurde er 1967 Professor für Komposition und war dort von 1990 bis 2002 auch Vorsitzender des Fachbereichs. Lauridsen wurde an über 20 Universitäten als Composer in Residence geladen, darunter das bedeutende Department of Music der University of Harvard.

Der Musikwissenschaftler Nick Strimple, Autor der Publikation „Choral Music in the Twentieth Century“ bezeichnet Morten Lauridsens sakrales Werk als „... das musikhistorisch einzige Werk eines amerikanischen Komponisten, der wahrlich Mystiker genannt werden darf und dessen erleuchtende, erhabene Kompositionen über schwer zu fassende, kaum definierbare Inhalte verfügen, die den Eindruck hinterlassen, es wären alle Fragen beantwortet.“

Im Jahr 2006 wurde Lauridsen von der amerikanischen Stiftung National Endowment for the Arts zum "American Choral Master" ernannt. Ein Jahr später wurde ihm vom damaligen Präsidenten in einer feierlichen Zeremonie im Weißen Haus die National Medal of Arts verliehen. Diese höchste Auszeichnung der Vereinigten Staaten für künstlerische Verdienste erhielt Lauridsen für „... die Komposition seiner lichtdurchfluteten Werke, die musikalische Schönheit mit Kraft und spiritueller Tiefe verbinden.“

Morten Lauridsen teilt seine Zeit heute zwischen einem Haus in den Hügeln Hollywoods und einem zurückgezogenen Leben in seinem rustikalen, direkt am Wasser gebauten Holzhaus auf Waldron Island, einer einsamen vor der nordwestlichen Pazifik-Küste im Staat Washington gelegenen Insel. Das Filmporträt Shining Night gewährt einen seltenen Einblick in Leben und Inspirationsquellen des Komponisten. (Michael Stillwater, Song Without Borders, 2012)

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