Pressestimmen

16.12.2010

Ein fragendes Zwischenspiel

Das erste Werk des gefeierten Abends . . .  gehört zu den Schlüsselkompositionen des 20. Jahrhunderts: Charles Ives’ The unanswered Question (Die unbeantwortete Frage, 1906), ein ebenso rätselhaftes und geheimnisvolles wie bezwingendes und „schönes“ Stück. Die raffinierte Idee Röhrigs: Er stellte nur das Bottroper Flötenquartett auf das Podium, während Trompete und Orchester „versteckt“ vom benachbarten Flur aus agierten. So wurde beim Raumklang-Erlebnis das Frage-Antwort-System sinnfällig gemacht. Von ferne hörte man die „klagenden“ Fragen - die quirlig-verqueren Antworten darauf aus der Nähe beunruhigten. Vorzüglich.

 

Hans Jörg Loskill, WAZ, 12/2010
Konzertkritik (Bottroper Kammerorchester, Kai Röhrig)

31.05.2004

Hymne auf das Ende eines tragischen Tages

Erst langsam bricht sich die Einsicht Bahn, dass der amerikanische Komponist Charles E. Ives weder ein komponierender Dilettant noch ein provokatorischer Außenseiter der musikalischen Moderne war, sondern einer der großen Komponisten des 20. Jahrhunderts, dessen Musik die Physiognomie der musikalischen Moderne entscheidend bereichert hat.

Wolfgang Rathert, nmz, 5/2004

07.05.2004

Musical Radical in a Suit and Tie

The music, however it came down to us, remains blindingly original. And yes, it was ahead of its time, though not so much for revealing in complexity and dissonance as for pointing toward a postmodern synthesis of popular and classical styles . . .
Ives's music is best approached with open ears and a stout heart.


James R. Oestreich
, The New York Times, 5/2004

 

04.04.2004

An overlooked original

Germans honored the 50th anniversary of Charles Ives death with concerts and a symposium, but its's getting little attention in the U.S.

Had Charles Ives been German, he would be revered like Bach and Beethoven rolled into one. Had he been a Berliner, all of Germany - and probably the entire musical world - would regard this year, the 50th anniversary of his death a major occasion.

Ives represents the soul of American music. A quintessential Yankee and radical original, he wrote the first genuinely American art music. In him, you can find for the first time many of the techniques and stylistic developments that came to characterize American music in the 20th century and that continue to strike composers and listeners as fresh in the 21st.

Mark Swed, Los Angeles Times, 4/2004

31.03.2004

...(k)eine Antwort auf eine offene Frage...

Eigentlich war er der Prototyp, der geistige Vordenker, ja der Avantgardist schlechthin, der im Zuge der Erneuerung der Moderne seltsame Wege erkunden und somit die Weichen stellen sollte für mehr als nur eine Komponistengeneration.
Sein Werk gleicht einer riesigen Ansammlung adaptierter Bewusstseinsebenen der amerikanischen Geschichte und Gesellschaft.
Kann man sich einen zu jener Zeit "radikaleren" Komponisten in Erinnerung rufen? Wohl schwer. Ein "offeneres" Werk (im Sinne von unabgeschlossen und trotzdem ständig weiterführend...)? auch hier: wohl kaum! In seiner schwer zu erfassenden Vielgestaltigkeit, die dem Fantasiereichtum seines Autors sowie seiner (philosophischen) Gedankenwelt entsprach, bietet er doch ein radikales Bild einer Musik, die weit über den Schönheitsbegriff der damaligen Zeit und Gesellschaft hinausging.

Jens Kaiser, Piano, 3/2004

The Unanswered Question

Partitur

Edition: Echols, Zahler
Besetzung: Trp/EH/Ob/Kl; Fl I, Fl II, Fl III/Ob, Fl IV/Kl, Str
Dauer: 7 Minuten
Bestell-Nr.: 1864
Preis: 30,00 €

Probeseiten

Aufführungsmaterial (nur als Leihmaterial verfügbar)

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