BIOGRAPHIE

Gediminas Gelgotas' Musik zieht ein neues und jüngeres Klassikpublikum in ihren Bann. Die Kritiker heben die einzigartige, hochattraktive Klangsprache hervor, basierend auf modernen, stilistisch vielfältigen Einflüssen, welche klare, melodische Schönheit mit verblüffendem rhythmischem Vorwärtsdrang kombiniert.

Die Musikveranstaltungen des litauischen Komponisten, manchmal beschrieben als „zeitgenössischer Rock im Gewand akademischer Musik“, sind eine synkretistische Form minimalistischer Kunst, die spielende Musiker mit minimaler Choreografie, Beleuchtung und szenografischen sowie visuellen Effekten kombiniert, um ein Theatererlebnis zu schaffen, das im Raum zwischen akademischer und populärer Musik anzusiedeln ist. Gelgotas' Klangsprache basiert auf einer raffinierten Ästhetik, die mal mit scharfen, mal mit sanften Anspielungen auf (Post)Minimalismus versetzt ist, darunter die oft verwendeten abgebrochenen melodischen Segmente, kurze eckige Teile, bisweilen roboterhafte Rhythmen, Melodien und musikalisches Temperament. Werden auch oft aggressive, unkonventionelle Streichertechniken verwendet, so bleibt ein sinnlicher Kern doch immer intakt. Die Titel seiner Werke beschäftigen sich mit Gedanken von universeller Bedeutung ('What's Unrobotizable', 'Never Ignore the Cosmic Ocean', 'Extracultural').

Um sein einzigartiges kreatives Konzept umzusetzen, bediente sich Gelgotas eines Modells, wie es häufig von amerikanischen minimalistischen Komponisten eingesetzt wird, und gründete 2006 sein eigenes Ensemble – das New Ideas Chamber Orchestra (NICO), ein Streicherensemble, das er bis heute leitet. NICO hat Gelgotas' Musik an verschiedensten Orten in Europa und Amerika präsentiert, darunter das Institute of Contemporary Arts in London und das 21er Haus in Wien.

Gelgotas' Musik ist inzwischen auf vielen prestigeträchtigen Klassik-Festivals gespielt worden, darunter das Beethovenfest (Bonn, 2014), Verbier (2014), Schleswig-Holstein (2013), Young Euro Classics (Berlin, 2012) und Usedom (2012). Unter seinen Auftraggebern finden sich die Orpheus Foundation (Schweiz), das MDR Sinfonieorchester (Leipzig), das Vilnius Festival (Litauen) und das Baltic Sea Youth Philharmonic Orchestra. Sein Werk 'Never Ignore the Cosmic Ocean' feierte 2012 im Berliner Konzerthaus mit dem Baltic Sea Youth Philharmonic Orchestra unter Kristjan Järvi Premiere, und wurde als „eine Sensation“ beschrieben (Neue Musikzeitung, 2012). Am 1. September 2013 wurde das Werk im deutschen Rundfunk ausgestrahlt und machte bald die Runde bei den europäischen Musikfestivals. Seit September 2015 wurde es des Öfteren in Europa und Asien durch den internationalen Kanal Mezzo TV übertragen. Die Weltpremiere seiner ersten Sinfonie, 'Extracultural', fand am 17. Januar 2015 im renommierten Leipziger Gewandhaus statt. Sein jüngstes Werk 'Mountains. Waters. (Freedom)' wurde in der Tonhalle Zürich am 12. September 2015 uraufgeführt. Gelgotas hat zudem Musik für diverse litauische Film- und Theaterproduktionen geschrieben. Zuletzt erhielt er den Neva Foundation Prize (Schweiz, Verbier Festival, 2014) und den St. Christopher’s Award (Litauen, Vilnius City Municipality, 2015).

Gediminas Gelgotas absolvierte sein Studium in Komposition und Orchestrierung an der Lithuanian Academy of Music and Theatre, bevor er an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Peter Michael Hamel Komposition studierte. 2010 unterschrieb der Komponist einen Vertrag mit Peermusic Classical (Hamburg–New York) über die Veröffentlichung und den Vertrieb seiner Werke.

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Werke

An End is a beginning
(für Streichorchester, Dauer: 6 Min.)

 Echoes for a thousand Years
(für Streichorchester, Dauer 7:30 Min.)

To the Skies
(S/Vl/Va/Vc, Pno ad lib, Dauer: 3 Min.)

What´s Unrobotizable
(Für Streichquartett, Dauer: 8 Min.)

Unrobotizable 21, Free
(Für Streichorchester, Dauer: 8 Min.)

Never Ignore The Cosmic Ocean
(Für Violine und Klavier, Dauer: 6 Min.)

Never Ignore The Cosmic Ocean
(Für Symphonyorchester und Stimmen, Dauer: 8 Min.)

Extracultural (Symphony No. 1)
(Für Symphonieorchester und Ensemble, Dauer: 43 Min.)

Mountains. Waters. (Freedom)
(Für Symphonieorchester, Dauer: 10 Min.)