Biographie

Der dreifache Grammy-nominierte amerikanische Komponist Miguel del Aguila hat sich mit seinen mehr als 115 Werken, in denen er Drama und treibende Rhythmik mit nostalgischen Anspielungen auf seine südamerikanischen Wurzeln verbindet, zu einem der markantesten und angesehensten Komponisten seiner Generation etabliert.  Die Musik des 1957 in Montevideo geborenen Komponisten ist weltweit von rund 60 Orchestern und tausenden Ensembles sowie Solisten gespielt worden; mittlerweile wurden bereits 31 CDs aufgenommen.


Seine Ausbildung und ersten Berufserfahrungen erhielt del Aguila auf zwei Kontinenten – in den USA und Europa. Nach seinem Abschluss am San Francisco Conservatory of Music reiste er nach Wien, wo er an der Hochschule für Musik und am Konservatorium studierte. Für frühe Premieren seiner Werke im Wiener Musikverein, Konzerthaus und in dem Bösendorfer-Saal erntete er Lob von Zuhörern und Presse, die seine Musik als „Tanz mit flammenden Rhythmen“ von „beinahe obsessiver Lebhaftigkeit“ beschrieben (Wiener Zeitung). Noch während seiner Zeit in Wien stellte er seine Pianowerke in der New Yorker Carnegie Recital Hall vor. Nur wenige Tage später fand die US-Premiere von Hexen mit dem Brooklyn Philharmonic unter der Leitung von Lukas Foss statt. CDs mit fünf seiner Werke erschienen bei KKM-Austria und Albany Records 1989 und 1990.


1992 kehrte del Aguila in die USA zurück und ließ sich in der Nähe von Los Angeles nieder. Kurz danach bezeichnete ihn die Los Angeles Times als „einen der vielversprechendsten und einfallsreichsten jungen Komponisten der Westküste“. Im Jahr 1995 wurde ihm der prestigeträchtige Kennedy Center Friedheim Award verliehen, von 1996 bis 1999 leitete er die Ojai Camerata. In den 1990ern fanden weitere Uraufführungen seiner Werke im Lincoln Center, im Londoner Royal Opera House sowie in Moskau, Wien, Zürich, Budapest, Prag, Tokyo und Rom statt. Von 2001 bis 2004 war del Aguila Hauskomponist des Chautauqua Music Festivals, wo er in jedem Jahr als Pianist auftrat und mehrere neue Werke beisteuerte.
 
Im Jahr 2005 nahm er ein zweijähriges Engagement als Hauskomponist beim New Mexico Symphony Orchestra an, welches durch einen Meet the Composer/Music Alive Award ermöglicht wurde. Der Höhepunkt seines Aufenthaltes dort war die vollszenische Aufführung seiner dritten Oper Time and Again Barelas anlässlich des 300. Geburtstags von Albuquerque. Im Jahr 2008 wurde er mit dem Meet the Composer Magnum Opus/Kathryn Gould Award ausgezeichnet, aus dem die orchestrale Tondichtung The Fall of Cuzco entstand, die seitdem vom The Buffalo Philharmonic sowie von Sinfonieorchestern aus Nashville, Virginia, Sao Paulo State und Winnipeg aufgeführt worden ist. Im darauffolgenden Jahr erhielt er den Lancaster Symphony Composer of the Year Award sowie weitere Auszeichnungen unter anderem von der Copland Foundation und der Argosy Foundation. 
 
Im Jahr 2010 wurde del Aguila für zwei Latin Grammys nominiert: für die CD Salón Buenos Aires (fünf Kammermusikstücke, Bridge Records) und für die Komposition Clocks von diesem Album. Im Jahr 2015 erhielt er die dritte Grammy-Nominierung für sein Cellokonzert Concierto en Tango, welches innerhalb von zwei Jahren nach der Premiere bereits für 21 Orchesteraufführungen eingeplant war. Auch bei anderen Labels sind seine Werke erschienen, darunter Naxos, Dorian, Telarc, New Albion, Albany, Centaur und Eroica. Seine Musik wird von Peermusic Classical veröffentlicht.

zurück