Der Komponist Elmar Lampson feiert am 3. Dezember 2012 seinen 60. Geburtstag


Anlässlich dieses Jubiläums finden zwei Veranstaltungen an wichtigen Wirkungsstätten Lampsons statt: am 7.12.2012 ein Symposion an der Universität Witten Herdecke zu dem Thema Musik im Kontext und am 8.12.2012 ein Festakt in der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, der die Klangnacht HÖR_Lights eröffnet.

Während der Klangnacht werden in einem Porträtkonzert u.a. die Werke Suite der Substanzen (1995/96) und Ausschnitte aus den Mysterienszenen (2010/11) aufgeführt. An der Universität Witten Herdecke wird im Rahmen des Symposions Prof. Cornelia Monske Lampsons Aquarelle für Vibraphon solo spielen und Stepan Simonian die Drei Klavierstücke To axion esti. Hier lehrt Elmar Lampson seit 1998 das Fach Phänomenologie der Musik.

Seit 2004 ist Prof. Elmar Lampson als Nachfolger von Prof. Hermann Rauhe Präsident der HFMT in Hamburg. Die Diskographie des Komponisten Elmar Lampson wurde zuletzt durch die Einspielung seiner Mysterienszenen mit dem Soloist Ensemble of the International Mahler Orchestra unter der Leitung von Yoel Gamzou bei col legno ergänzt. Inspirationsquelle für dieses Werk waren Rudolf Steiners Mysteriendramen.

Der Musik Ihren Raum und ihre ureigene Bedeutung jenseits von Sprache und Symbolik zuzugestehen ist ein wichtiges Moment für Elmar Lampson. Sein kompositorischer Ausgangspunkt ist das Erfassen und Gestalten von Paradoxien und Gegensätzen - durchaus jenseits von Innovationszwängen und Klischees der Neuen Musik: "Das Entscheidende bleibt aber die Musik als Musik. Sie ist da, weil sie eben etwas ist und nicht, weil sie etwas bedeutet oder gar auf etwas anderes verweist … sie öffnet im Schweigen und Hören einen inneren Bereich, der von der besprechbaren, kommunizierbaren Wirklichkeit so weit entfernt ist, wie das Schlafen vom Wachen." (Elmar Lampson, Komponist)

Links

Termine

  • 7.12.2012 Symposion & Porträtkonzert in Witten
  • 8.12.2012 Festakt HfMuT, Hamburg

Choreografin Beate Vollack:

. . . die Weinbergsche [Musik] ist eine so phantastische und inspirierende Ballettmusik, dass man die Bewegungen förmlich hören kann . . . die Ideen sprudelten nur so aus mir heraus, die Beine flogen förmlich in die Luft und die Tänzer tanzten los."
 
Kritik zur Premiere:

". . . die Geschichte [wird] auch in hohem Maße von Mieczyslaw Weinbergs Musik getragen, der Kai Röhrig und die Niederbayerische Philharmonie Leben einhauchen. Die erstmals in Deutschland aufgeführte Urfassung aus dem Jahr 1954 erschafft die Charaktere in liebevoller, detailreicher Motivarbeit, zeichnet ihnen prägnante Bewegungsbilder auf den Leib . . . Es ist ein Werk, das wie von selbst tanzt . . ."

Katrina Jordan, Passauer Neue Presse, 12/2010